Schon seit September letzten Jahres hatten wir die Verträge für zwei Festival Gastspiele in den USA. Tolle Jobs, insgesamt 52 Spieltage – wir waren da schon in den Jahren 2004 – 2006. Große Freude – alles super!? Von wegen! Nachdem wir intern die Teams zusammengestellt haben und alle Daten der Künstler in die USA geschickt haben, startete wie üblich Ende November der Visa Application Process. Beantragt wurde von unserem Auftraggeber, wie schon in den Jahren zuvor, ein P3 Visum für Künstler. Flüge wurden gebucht, losgehen sollte es Mitte März für die einen, Anfang April für die anderen.
Dann der Schreck Mitte Februar: der Visa Antrag wurde abgelehnt: P3 Visa steht für “Cultural Unique Act to your Country”. Das wurde uns willkürlich und plötzlich abgesprochen. Hektik – die Zeit war knapp: Empfehlungen von Festival Leiter Charly Bick, vom Kulturamt der Stadt München, vom Goethe Institut Alexandria wurden in Windeseile ausgestellt – nochmals ganz herzlichen Dank an dieser Stelle - mußten übersetzt, zertifiziert und in die USA geschickt werden. 2. Versuch – nach zwei Wochen wieder abgelehnt. Diese Ablehnung kam dann noch mit einer weiteren Woche Verspätung bei unserem Auftraggeber an: Ein Tornado hatte das Internet in Branson zerstört.
Bei uns große Unsicherheit: dass wir zu den ursprünglichen Terminen nicht fliegen können war schon klar – auch das eigentliche Visaverfahren in Deutschland wurde ab 1. März verkompliziert und konnte bis zu drei Wochen dauern! Würde alles platzen, wollen die uns noch? ZEBRA und viele der Künstler hatten Jobs abgesagt, Wohnungen untervermietet etc. Die Stimmung war angespannt, aber alle sind dabei geblieben: Auch hier ein großes, herzliches Dankeschön an unsere Stelzenkünstler!
Das letzte ganz große Danke geht an Rex Burdette und unsere Auftraggeber in den USA, die alles versucht haben, ZEBRA zu den Festivals zu bekommen!! Es wurde ein P1 Vsum für professional Performers beantragt, Flüge wurden erst umgebucht, dann storniert, dann von heute auf morgen neu gebucht, Gelder wurden bezahlt für beschleunigte Bearbeitung, Congressmen aus Tennessee baten um beschleunigtes Verfahren am Konsulat in Frankfurt. Das waren ca. 15.000 $ Extrakosten und viel Arbeit.
Am 2. April kam die Visa Approval, noch in der Nacht haben wir uns Online angemeldet, Visa gebühren überwiesen. Zwei Tage später die Bestätigungen, nächst möglicher Termin: Franfurt, 12.4. Ausgerechnet jetzt muss Ostern sein! Not-Termin beantragt, Frankfurt schon am 10.4. Früh um 4 Uhr nach Frankfurt aufgebrochen, alles gut gelaufen. Es kann jetzt zwei Tage dauern bis die Pässe mit den Visas kommen, aber auch 10 Tage!! Nochmal Einsatz Congressmen. Am 13. morgens kommen die Pässe, Rex Burdette findet Flüge für den 14.4. morgens. Von den 52 geplanten Auftrittstagen schaffen wir noch 30!